Hospiztage 2016

vom 4. April bis 5. Mai 2016

"Trauer-Wege / Abschieds-Wege"

Im Zusammenwirken mit dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser e.V. und dem Verein Hospiz im Landkreis Göppingen e.V. sowie der evang. und kath. Erwachsenenbildung lädt der Förderverein Hospizbewegung Kreis Göppingen e.V. in der Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt zu vier Themenabenden an besonderen Orten und zu einem Open-Air Gottesdienst ein. Sie haben alle damit
zu tun, dass wir in der Regel vor unserem eigenen Abschied vom Erdenleben zu manch anderen, die vor uns gehen, in oft schmerzlicher Weise „Ade“ sagen müssen. Wir bedenken nicht nur die Wege, die wir dabei gehen – und was wir dabei von anderen lernen können, sondern auch was Trauer überhaupt ist. Am Ende dürfen wir dann in einer gottesdienstlichen Feier darüber nachdenken, ob das „ich bin bei
euch, alle Tage“ des zum Himmel Gefahrenen nicht auch die Botschaft derer an uns sein könnte, um die wir trauern.


Es grüßt sie herzlich das Vorbereitungsteam unter Leitung von Michael Kröner, Vorsitzender des Fördervereins Hospizbewegung Kreis Göppingen e.V.



Hospiztage 2016: „Damit die Trauer nicht zum Trauma wird…“

Donnerstag, 14. April 2016, 19:30 Uhr
Ebersbach, Feuerwehrmagazin, Kanalstr. 22

„Damit die Trauer nicht zum Trauma wird…“

Referent: Hermann Saur, Diakon und Leiter der Notfallseelsorge der Erzdiözese München und Freising.
Mitarbeit im Kriseninterventionsteam des ASB München

Etwa ein Fünftel aller Menschen in unserer Gesellschaft stirbt plötzlich und in dieser Weise unerwartet: durch Herzinfarkt, Unfall oder Selbsttötung. Die Konfrontation mit dem plötzlichen Tod verunsichert Hinterbliebene zutiefst. In dieser Situation versuchen Notfallseelsorger, Betroffenen nahe zu sein und ihnen zu helfen, den Weg vom Trauma zur Trauer zu gehen. Aber wie ist es nun, wenn Menschen nach langer, schwerer Krankheit sterben? Wenn der Tod schon seit einiger Zeit vorhersehbar war? Ist es dann für die Angehörigen „leichter“? Die Erfahrung zeigt, dass selbst der erwartete Tod oftmals „plötzlich und unerwartet“ kommt. Wie unser Schweigen, Handeln und Reden in solchen Situationen den Betroffenen helfen kann, darüber spricht der Referent aus der Sicht der Notfallseelsorge.

Dieser Abend wird in Koop. mit der Freiwilligen Feuerwehr Ebersbach und der Notfallseelsorge im Kreis Göppingen veranstaltet.



Hospiztage 2016: „Tod – (k)ein Thema für Kinder?“

Dienstag, 19. April 2016, 19:30 Uhr
Uhingen, Mosersaal auf Schloss Filseck, Filseck 1

„Tod – (k)ein Thema für Kinder?“
Referentin: Hilde Rothmund, Dipl.-Theologin, Klinikseelsorgerin und in der Supervision von Hospizbegleitern tätig

Alltäglich können Kinder dem Tod begegnen, aber oft fühlen wir uns hilflos, wie man mit ihnen darüber ins Gespäch kommt. Wie verarbeiten und verkraften Kinder das Sterben? Wie erleben sie ihre Trauer und die Trauer der Erwachsenen?

Der Vortrag soll Hilfe und Anregungen geben wie wir Kindern und Jugendlichen helfen können, Sterben und Tod in ihr Leben integrieren zu können.



Hospiztage 2016: „Was braucht ein Mensch beim Abschiednehmen?“

Donnerstag, 28. April 2016, 19:30 Uhr
Göppingen, Kapelle des Hauptfriedhofs, Hohenstaufenstr. 87

„Was braucht ein Mensch beim Abschiednehmen?“

Referenten: Andrea Haller und Axel Schwaigert vom Bestattungshaus Haller in Stuttgart

Was ist vor und bei Bestattungen erlaubt und was hilft den Trauernden in dieser Zeit? Welche Bestattungsformen gibt es in anderen Kulturen und wo sind diese auch für uns interessant?

Im Vortrag geht es um gewohnte und neue Bestattungsformen und hilfreiche Rituale. Das Bestattungsunternehmen Haller aus Stuttgart wurde gegründet, weil die Familie sich beim Tod des Vaters nicht so gut begleitet fühlte. Deshalb versuchen die Mitarbeiter nahe an den Bedürfnissen der Betroffenen zu sein, so dass die Beerdigung wirklich zu einer letzten Liebestat am Verstorbenen werden kann.

„Wir wollen, dass sich Menschen liebevoll und innig, ganz so wie es Ihnen entspricht, von ihren Angehörigen verabschieden können. Wer weiß, was alles möglich ist, spürt, was ihm gut tun könnte. Wer sich in unbelasteten Zeiten mit den Fragen des Sterbens und des Todes auseinandersetzt bleibt trotz aller Trauer handlungsfähig“ (Zitat einer ehrenamtlichen Hospizbegleiterin nach der Auseinandersetzung mit den Formen des Abschiednehmens).



Hospiztage 2016: Himmelfahrtsgottesdienst im Grünen an der Wangener Linde

Donnerstag, Christi Himmelfahrt, 5. Mai 2016, 10:00 Uhr
Himmelfahrtsgottesdienst im Grünen an der Wangener Linde

Wir feiern gemeinsam mit den evang. und kath. Kirchengemeinden der umliegenden Gemeinden zum Abschluss der Hospiztage einen Gottesdienst im Grünen.
Thema des Gottesdienstes ist die Zusage aus dem Matthäus-Evangelium „Ich bin bei euch“.



Förderverein Hospizbewegung Kreis Göppingen

„Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch leben können bis zuletzt.“

Cicely Saunders



Was heißt Hospiz?

Seit Mitte der sechziger Jahre bildete sich, zunächst in England, dann aber auch auf dem Kontinent und in Deutschland die Hospizbewegung.

Das Wort Hospiz stammt auf dem Lateinischen -  hospitium heisst so viel wie Gastfreundschaft. Ein hospitium war zugleich eine Herberge, eine Dach über dem Kopf für Menschen unterwegs.

Im Mittelalter wurden sogenannte Hospize gebaut, Herbergen entlang der Pilgerwege, nach Santiago de Compostela oder nach Rom. Orte, um für eine Nacht eine Unterkunft zu haben.

Schon damals gab es Hospize, die zum Ort der letzten Reise des Lebens wurden, zu einem Haus, in dem die Lebenswege an ihr Ende kommen konnten.




 
Letzte Aktualisierung am 14.04.2016 - Erstellt mit Zeta Producer Desktop CMS