aus dem Jahr...



Hospiztage 2017 in Geislingen

Hospiztage 2017 in Geislingen
20. April bis 25. Mai 2017

Eine Veranstaltungsreihe von im Landkreis Göppingen vernetzten Diensten, die Sterbenskranken und ihren Angehörigen zur Seite stehen.
Thema: An deiner Seite.

Download des Flyers.



Hospiztage 2016

vom 4. April bis 5. Mai 2016

"Trauer-Wege / Abschieds-Wege"

Im Zusammenwirken mit dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser e.V. und dem Verein Hospiz im Landkreis Göppingen e.V. sowie der evang. und kath. Erwachsenenbildung lädt der Förderverein Hospizbewegung Kreis Göppingen – Ambulante Dienste für Erwachsene e.V. in der Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt zu vier Themenabenden an besonderen Orten und zu einem Open-Air Gottesdienst ein. Sie haben alle damit zu tun, dass wir in der Regel vor unserem eigenen Abschied vom Erdenleben zu manch anderen, die vor uns gehen, in oft schmerzlicher Weise „Ade“ sagen müssen. Wir bedenken nicht nur die Wege, die wir dabei gehen – und was wir dabei von anderen lernen können, sondern auch was Trauer überhaupt ist. Am Ende dürfen wir dann in einer gottesdienstlichen Feier darüber nachdenken, ob das „ich bin bei euch, alle Tage“ des zum Himmel Gefahrenen nicht auch die Botschaft derer an uns sein könnte, um die wir trauern.

Es grüßt sie herzlich das Vorbereitungsteam unter Leitung von Michael Kröner, Vorsitzender des Fördervereins Hospizbewegung Kreis Göppingen – Ambulante Dienste für Erwachsene e.V.



Hospiztage 2016: Himmelfahrtsgottesdienst im Grünen an der Wangener Linde

Donnerstag, Christi Himmelfahrt, 5. Mai 2016, 10:00 Uhr
Himmelfahrtsgottesdienst im Grünen an der Wangener Linde

Wir feiern gemeinsam mit den evang. und kath. Kirchengemeinden der umliegenden Gemeinden zum Abschluss der Hospiztage einen Gottesdienst im Grünen.
Thema des Gottesdienstes ist die Zusage aus dem Matthäus-Evangelium „Ich bin bei euch“.



Hospiztage 2016: „Was braucht ein Mensch beim Abschiednehmen?“

Donnerstag, 28. April 2016, 19:30 Uhr
Göppingen, Kapelle des Hauptfriedhofs, Hohenstaufenstr. 87

„Was braucht ein Mensch beim Abschiednehmen?“

Referenten: Andrea Haller und Axel Schwaigert vom Bestattungshaus Haller in Stuttgart

Was ist vor und bei Bestattungen erlaubt und was hilft den Trauernden in dieser Zeit? Welche Bestattungsformen gibt es in anderen Kulturen und wo sind diese auch für uns interessant?

Im Vortrag geht es um gewohnte und neue Bestattungsformen und hilfreiche Rituale. Das Bestattungsunternehmen Haller aus Stuttgart wurde gegründet, weil die Familie sich beim Tod des Vaters nicht so gut begleitet fühlte. Deshalb versuchen die Mitarbeiter nahe an den Bedürfnissen der Betroffenen zu sein, so dass die Beerdigung wirklich zu einer letzten Liebestat am Verstorbenen werden kann.

„Wir wollen, dass sich Menschen liebevoll und innig, ganz so wie es Ihnen entspricht, von ihren Angehörigen verabschieden können. Wer weiß, was alles möglich ist, spürt, was ihm gut tun könnte. Wer sich in unbelasteten Zeiten mit den Fragen des Sterbens und des Todes auseinandersetzt bleibt trotz aller Trauer handlungsfähig“ (Zitat einer ehrenamtlichen Hospizbegleiterin nach der Auseinandersetzung mit den Formen des Abschiednehmens).



Hospiztage 2016: „Tod – (k)ein Thema für Kinder?“

Dienstag, 19. April 2016, 19:30 Uhr
Uhingen, Mosersaal auf Schloss Filseck, Filseck 1

„Tod – (k)ein Thema für Kinder?“
Referentin: Hilde Rothmund, Dipl.-Theologin, Klinikseelsorgerin und in der Supervision von Hospizbegleitern tätig

Alltäglich können Kinder dem Tod begegnen, aber oft fühlen wir uns hilflos, wie man mit ihnen darüber ins Gespäch kommt. Wie verarbeiten und verkraften Kinder das Sterben? Wie erleben sie ihre Trauer und die Trauer der Erwachsenen?

Der Vortrag soll Hilfe und Anregungen geben wie wir Kindern und Jugendlichen helfen können, Sterben und Tod in ihr Leben integrieren zu können.



Hospiztage 2016: „Damit die Trauer nicht zum Trauma wird…“

Donnerstag, 14. April 2016, 19:30 Uhr
Ebersbach, Feuerwehrmagazin, Kanalstr. 22

„Damit die Trauer nicht zum Trauma wird…“

Referent: Hermann Saur, Diakon und Leiter der Notfallseelsorge der Erzdiözese München und Freising.
Mitarbeit im Kriseninterventionsteam des ASB München

Etwa ein Fünftel aller Menschen in unserer Gesellschaft stirbt plötzlich und in dieser Weise unerwartet: durch Herzinfarkt, Unfall oder Selbsttötung. Die Konfrontation mit dem plötzlichen Tod verunsichert Hinterbliebene zutiefst. In dieser Situation versuchen Notfallseelsorger, Betroffenen nahe zu sein und ihnen zu helfen, den Weg vom Trauma zur Trauer zu gehen. Aber wie ist es nun, wenn Menschen nach langer, schwerer Krankheit sterben? Wenn der Tod schon seit einiger Zeit vorhersehbar war? Ist es dann für die Angehörigen „leichter“? Die Erfahrung zeigt, dass selbst der erwartete Tod oftmals „plötzlich und unerwartet“ kommt. Wie unser Schweigen, Handeln und Reden in solchen Situationen den Betroffenen helfen kann, darüber spricht der Referent aus der Sicht der Notfallseelsorge.

Dieser Abend wird in Koop. mit der Freiwilligen Feuerwehr Ebersbach und der Notfallseelsorge im Kreis Göppingen veranstaltet.



Hospiztage 2016: „Von der heilsamen Gabe der Trauer, die auch krank machen kann…“

Mittwoch, 6. April 2016, 19:30 Uhr
Göppingen, Hörsaal der Klinik am Eichert, Eichertstr. 3

„Von der heilsamen Gabe der Trauer, die auch krank machen kann…“

Referent: Dr. Roberto Rojas, Leiter der psychotherapeutischen Hochschulambulanz der Uni Ulm
Der aus Peru stammende Psychologe wird mit uns ins Gespräch treten über die heilsame Gabe der Trauer, die auch krank machen kann: Die Fähigkeit trauern zu können gehört für ihn zu den positiven, wertvollen Gaben der menschlichen Seele. Wie alles Gute kann sie in übersteigerter Form aber auch lebensabträglich sein.

Was also tun, wenn sie bei einem schweren Abschied allzu schwer über uns oder die Menschen neben uns kommt?



Zeit zum Gedenken - nicht allein gelassen

Für alle, die um einen Menschen trauern... „Auf Weitersehen“ - ein Gottesdienst zum Gedenken an Menschen, die uns weiter begleiten.

Einladung zu einem liturgisch-besinnlichen Abendgottesdienst mit meditativen Texten und Musik
am Freitag, 23.Oktober 2015, 19 Uhr in der katholischen Kirche "Zur heiligen Familie" in Göppingen-Faurndau.



Hospiz-Filmtage 2015

In Kooperation mit dem Verein Hospiz im Landkreis und dem Malteser Kinderhospizdienst, sowie der ev. und kath. Erwachsenenbildung:  

Jeweils mittwochs um 19:00 Uhr in der evangelischen Stadtkirche in Göppingen:

  • 15. April: "Marias letzte Reise"
  • 22.April: "Die Seele stirbt nie"
  • 6.Mai: "Blaubeerblau"

(Änderungen vorbehalten)



Artikel der NWZ zu den Hospiztagen

Von den Hospiztagen 2014 hat die NWZ mit folgenden Artikeln berichtet:

Die Artikel sind auch auf der Presseseite veröffentlicht.



Hospiztage 2014

vom 10. bis 17. November

"himmlisch schon, noch irdisch sein..." oder, von der Kunst das Leben mit einem Bein im Grabe zu lieben

Hunderttausende Menschen allein in unserem Land leben in einem Zustand, den Martin Bleif, einer der Referenten der diesjährigen Hospiztage, als „Leben zwischen den Welten" bezeichnet. Sie leben im Wissen, an einer unheilbaren, letztlich zum Tode führenden Krankheit zu leiden. Allerdings wäre dieses Leben mit dem Wort „leiden" allein nicht zutreffend beschrieben. Denn gerade ein solches Leben kann nicht nur trotzdem sondern unter Umständen sogar gerade weil das so ist, intensiv und lebenswert sein. Dies wollen die drei Hospiztage, zu denen der Förderverein Kreis Göppingen in diesem Jahr wieder einlädt, von verschiedenen Seiten beleuchten. Eingeladen sind nicht nur diejenigen, die andere da oben, auf den Höhen unterhalb des Gipfels des Lebensberges begleiten, da, wo der Himmel schon nah, aber die Luft manchmal auch dünn ist...sondern alle, die sich mit der Frage nach dem „Leben zwischen den Welten" auseinanderzusetzen bereit sind.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Michael Kröner

Zu den Veranstaltungen...



Hospiztage 2014

Montag, 17.11.2014,19:00 Uhr Evang. Waldeckkirche Göppingen

,,Blaubeerblau"

An diesem Abend laden wir zu einem Film in die evangelische Waldeckkirche in der Göppinger Bergfeldsiedlung ein. Gezeigt wird der Film: Blaubeerblau - „tragikomischer Film um ein Muttersöhnchen, das erst durch die Begegnungen in einem Sterbehospiz Kraft für ein selbstbestimmtes Leben schöpft. Ein Film über das Sterben, der Lust aufs Leben macht."

Im Anschluss an den Film stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ambulanten und des stationären Hospizdienstes zu Gesprächen bereit.



Hospiztage 2014

Mittwoch, 12.11.2014, 19:00 Uhr Ev. Stadtkirche Göppingen

„Krebs - die unsterbliche Krankheit"

Am zweiten Abend, zu dem wir einladen, wird Professor Dr. Martin Bleif, Strahlenonkologe an der Klinik am Eichert, vor allem über die letzten Kapitel seines unter diesem Titel erschienenen Buches mit uns ins Gespräch kommen. Als Mediziner, der selber seine an einem unheilbaren und tödlichen Krebs erkrankte Ehefrau begleitet hat, wird er uns manches über das „Wesen" der Krankheit Krebs erzählen, besonders aber darüber, wie das ist und was dann hilft, wenn man weiß, dass jetzt medizinisch eigentlich nichts mehr hilft...



Einladung zum Gedenkgottesdienst

"Zeit zum Gedenken - nicht allein gelassen"

Für alle, die um einen Mesnchen trauern... "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen"

Einladung zu einem liturgisch-besinnlichen Abendgottesdienst mit meditativen Texten und Musik
am Freitag, 7.November 2014, 19 Uhr Evang. Stiftskirche Göppingen-Faurndau
mit Pfarrerin Johanna Raumer und Pfarrer Michael Kröner, sowie Teammitarbeitern aus der Hospizbewegung.
Musik: Gerald Buß



Jubiläumsfest „20 Jahre Förderverein Hospizbewegung Kreis Göppingen – Ambulante Dienste für Erwachsene e.V.“

Samstag, 29.6.2013, 17-21 Uhr
Jubiläumsfest „20 Jahre Förderverein Hospizbewegung Kreis Göppingen – Ambulante Dienste für Erwachsene e.V.“

17:00 Uhr: Festgottesdienst in der Stadtkirche mit Grußworten (Landrat Wolff und die Dekane), inhaltlichen Impulsen und musikalischer Begleitung (Gerald Buß)

ab ca. 18:30 Uhr: Fest mit Getränken und Essen im Park der Stadtkirche (Bewirtung: Waldeckhof) und musikalischem Rahmenprogramm (Dixiland-Musik mit den NONNOs)

ca. 20:00 Uhr: Theateraufführung: „Hebelwirkung“/Spiegel der Welt DEIN THEATER, Stuttgart

Ort: In und um die Stadtkirche Göppingen



Gedenkgottesdienst


"... wo du doch in meinem Herzen lebst."
 
Gottesdienst zum Gedenken an die Verstorbenen am 26.Oktober 2012 um 19:00 Uhr in der Kapelle des Christophsbads.


Hospiztage 2012

Es gibt ein Leben vor dem Tod!
Dass der Tod zum Leben gehört, ist wohl eine der unwiderlegbarsten Tatsachen, die es auf dieser Welt gibt. Sie wird allerdings häufig verdrängt und tabuisiert, was nicht selten zu einschneidenden Krisen führt, wenn die Realität uns eben doch irgendwann einholt. Die diesjährigen Göppinger Hospiztage werden sich deshalb der Tatsache der Endlichkeit irdischen Lebens wieder neu stellen. Im Vordergrund soll dabei die Frage stehen, ob und wie wir Menschen unser Leben - bis zuletzt - so gestalten können, dass dabei unsere Sterblichkeit für uns etwas wird, mit dem wir leben können. Im Wissen um viele interessante Impulse laden wir Sie ganz herzlich zu den unterschiedlichen Veranstaltungen ein, die Sie gerne auch einzeln besuchen können.
Die Flyer können Sie hier herunterladen: Vorderseite und Rückseite. 


Film:„Marias letzte Reise"

Freitag, 16.März 2012, 19.30 Uhr
Volkshochschule Göppingen

Deutscher Fernsehfilm von 2005; Länge 90 Min.
Regie: Rainer Kaufmann
Darsteller: Monica Bleibtreu, Nina Kunzendorf, Michael Fitz, G.M. Halmer
Deutscher Fernsehpreis / Adolf-Grimme-Preis

Die 71-jährige Maria Stadler möchte ihre letzten Tage statt mit einer weiteren Chemotherapie in der Klinik lieber zu Hause auf ihrem Hof mit Blumen, Obstbäumen und Büchern verbringen. Mit Hilfe der Krankenschwester Andrea, eines Heilpraktikers und der Unterstützung durch ein Hospiz gelingt es ihr, ihre letzte Zeit selbstbestimmt zu gestalten. Dabei gelingt es Maria, ihrer Familie und auch der Krankenschwester, manches wieder in Ordnung zu bringen, was in den Jahren zuvor in ihrem Leben aus dem Lot geraten ist.



„Dem Leben nochmals Farbe schenken"

Montag, 19. März 2012, 19.00 Uhr
Pavillon der ev. Stadtkirche Göppingen

Was kann Kunsttherapie in der Palliativmedizin leisten? Unbewältigte Lebenserfahrungen werden oft noch einmal konflikthaft und bedrängend erlebt. Sie belasten den Sterbenden und erschweren das Loslassen. Durch eine kunsttherapeutische Begleitung können viele Themen eine Gestalt finden.

Referentin: Barbara Hummler-Antoni, Dipl.- Kunsttherapeutin im Hospiz St. Martin Stuttgart



„Wie Leben geht, wenn es gut geht"

Philosophische und theologische Aspekte der Lebenskunst

Mittwoch, 21. März 2012, 19.30 Uhr
Kath. Gemeindehaus St. Maria, Göppingen

Prof. Dr. Wolfram Kurz, der mit seiner Frau zusammen das Institut für Logotherapie und Existenzanalyse in Tübingen leitet, wird für uns die alte Frage nach der„Lebenskunst" neu beleuchten. Dabei wird er mit uns auch darüber ins Gespräch kommen, wie sehr Gesundheit und die Erfahrung eines erfüllten Lebens mit der Frage nach dem Sinn (=Logos) des Lebens und nach einem als sinnvoll empfundenem Dasein zusammenhängen.



Podiumsgespräch: „Leben bis zuletzt..."

Erfahrungen von und mit Menschen, die am Lebensende stehen und erfüllte Tage erleben.

Freitag, 23.März 2012, 19.30 Uhr
Evang. Stadtkirche Göppingen

Moderation: Joachim L. Beck, Pfarrer / Direktor der ev. Akademie Bad Boll
Gespräch mit: Sterbebegleiterin, Palliativmediziner, Brückenschwester, Mitarbeiterin aus der Altenpflege
Musikalische Impulse: Gerhard Schaufler (Tenorsaxophon)



Konzert: „Jauchzet Gott in allen Landen..."

Ein Konzert für das Leben

Mittwoch, 28. März 2012, 19.30 Uhr
Ev. Stadtkirche Göppingen

Ausführende sind

  • Constanze Seitz, Sopran,
  • Ulrike Beck, Orgel sowie
  • Martin Schmeicher, Trompete.

Auf dem Programm stehen die Kantate "Jauchzet Gott in allen Landen" von Johann Sebastian Bach, eine Solokantate von Alessandro Melani sowie weitere Werke von Händel, Scarlatti und anderen Komponisten. Ergänzt werden die lebensbejahenden Musikstücke durch Lesungen aus den „Brautbriefen" zwischen Dietrich Bonhoeffer und seiner Verlobten Maria von Wedemeyer aus dem Jahr 1944.



Gedenkgottesdienst 2011

Liturgisch - besinnlicher Abendgottesdienst mit Texten und Musik
Der diesjährige Gedenkgottesdienst findet am Freitag, 18.11.2011 um 18.30 Uhr in der Ev. Reuschkirche in Göppingen, Nördliche Ringstraße unter dem Thema "Was gibt uns Trost? - Wie ein Licht in dunkler Nacht..." statt.
 


Neuer Gesprächskreis für Trauernde

"Mit Verlusten leben lernen" - am Montag, 10.Oktober 2011, 18.30 Uhr beginnt ein neuer Gesprächskreis für Trauernde. Im Anschluss an den ersten Abend sind 7 weitere Treffen geplant.
Ort: Göppingen, Pavillion der Stadtkirche

Leitung und Kontakt:
Marlies Neumeyer, Tel. 07161/57002
Heidrun Bleher, Tel. 07161/53871

Anmeldung bis spätestens 5.10.11 bei der Ev. Erwachsenenbildung in Göppingen, Tel. 07161/9666 36712.


Hospiztage 2011

Unsere christliche Sterbekultur ist von der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten und Vorstellungen wie vom „ewigen Leben" geprägt.
An den Abenden der diesjährigen Göppinger Hospiztage wollen wir darüber ins Gespräch kommen.

  • Mit einem Menschen, der von einem eigenen, eindrücklichen Nahtod-Erlebnis und seinen Folgen zu berichten weiß.
  • Mit einem Mediziner, der solche Nahtod-Erlebnisse wissenschaftlich darzustellen und zu deuten versucht.
  • Mit einem Theologen, der die biblisch-christlichen Glaubensaussagen für uns aufschließen und sie in den Vergleich mit den Vorstellungen anderer Kulturen setzen möchte.
  • Mit einem Vertreter der Kinderhospizarbeit, der über Sterbens- und Todesvorstellungen von Kindern sprechen wird und anhand von Beispielen aufzeigen wird, wie man mit Kindern ins Gespräch kommen kann.
  • Am Ende der Hospiztage steht ein Film über unterschiedliche Todesvorstellungen und ein sich anschließendes Gespräch mit dem Produzenten.


„Ich hab das Sterben erlebt..."

Mittwoch, 4. Mai 2011, 19 Uhr, Evangelische Stadtkirche

„Ich hab das Sterben erlebt..."

Referent: Stefan Geiger, Heilpädagoge und Leiter der Beratungsstelle für Unterstützende Kommunikation in Wilhelmsdorf.

Stefan Geiger, der vor Jahren ein so genanntes Nahtod-Erlebnis hatte, berichtet aus eigenem Erleben darüber, was geschieht, wenn ein Mensch den Tod zu schmecken beginnt. Was passiert mit ihm und wie hat er das erlebt? Welche Folgen hat das Erlebte für das„neue" Leben danach? Wie sieht er das Leben heute — nach 17 Jahren?

 

 



„Dem Tod und doch dem Leben nah ........."

Montag, 9. Mai 2011, 19 Uhr, Oberhofengemeindehaus

„Dem Tod und doch dem Leben nah ........."

Nahtod-Erlebnisse aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht

Referent: Dr. Michael Schröter-Kunhardt,

Facharzt für Psychiatrie aus Heidelberg.

In allen Zeiten wird von Menschen berichtet, die schon einmal dem Tod nahe waren. Diese Geschichten sind sich in ihren Grundelementen erstaunlich ähnlich, auch wenn deren Ausgestaltung individuell und kulturell unterschiedlich sein kann. In der Überzeugung, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, haben die Erlebenden danach oft keine Angst mehr vor dem Tod und führen ein religiöses Leben. Die neurophysiologischen Korrelate der Nahtod- Erlebnisse wie z.B. die Freisetzung körpereigener Halluzinogene und die Beteiligung des temporolimbischen Systems weisen auf ein cerebrales Programm für diese religiösen Grunderfahrungen hin. Einige Elemente der Nahtod- Erfahrungen wie der Lebensfilm oder bestimmte außersinnliche Wahrnehmungen sind dabei keine Halluzinationen.

 



„Wenn ich mal sterbe, dann holt mich mein Schutzengel ab."

Donnerstag, 12. Mai 2011, 19 Uhr, Gemeindehaus St. Maria

„Wenn ich mal sterbe, dann holt mich mein Schutzengel ab."

Kinder fragen nach Sterben und Tod.

Referent: Bernhard Bayer, Diplomtheologe und Leiter Kinder- und Jugendhospizdienst St. Martin der Malteser in Stuttgart.

Kinder haben ihre ganz eigene Vorstellungswelt, die von vielen Faktoren beeinflusst wird. Das gilt auch für ihre Vorstellungen vom Sterben und vom Jenseits. Anhand von Bildern, die Kinder zu diesem Thema gemalt haben, stellt der Referent diese unterschiedlichen Vorstellungswelten vor und gibt Hinweise, wie wir mit Kindern darüber ins Gespräch kommen können.



Philosophisches Cafe am Abend

Montag, 16. Mai 2011,19 Uhr, Pavillon der Ev. Stadtkirche

Philosophisches Cafe am Abend:

Der Tod — Ende oder Übergang?

Referent: Dr. Reiner Strunk, Pfarrer i.R., zuletzt Leiter der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf.

An der Wahrnehmung des Todes scheiden sich die Geister. Die einen verstehen ihn als natürlichen Endpunkt eines organischen Entwicklungs- und Verfallsprozesses, die anderen als Schwelle zu einem Leben in neuer, anderer Gestalt.

Woran darf man sich halten?

Welche religiösen Vorstellungen kommen in Betracht und worin unterscheiden sie sich?

Wir wollen mit Hilfe von Textbeispielen der Frage nachgehen, was es angesichts des Todes zu glauben und zu hoffen gibt.



Film: "Danach war schon"

Freitag, 20. Mai 2011, 20 Uhr, Evangelische Stadtkirche

Film: "Danach war schon" - Über den Sinn des Todes

Dokumentarfilm von Bernhard Koch und Paul Grizak. Evangelische und katholische Christen halten Rückschau und blicken in die Zukunft Sie berichten von ihrem Leben, von wesentlichen, prägenden Momenten, von dem, was sie glauben, was sie durch das Leben brachte und bringt, von ihrem persönlichen Lebenssinn. Im Alter stellen sie sich die Fragen nach dem Tod: Was kommt nach dem Tod? Wie hilft der christliche Glaube? Wie bereitet man sich auf den Tod vor? Was ist der Sinn des Lebens? Der Film hinterfragt christliche Werte und zieht Resümee: Oftmals hart und direkt, aber auch voller Lebensfreude und Hoffnung.

Regie: Bernhard Koch / Kamera: Paul Grizak Produzent: Bernhard Stahl (steht zum anschließenden Gespräch bereit)



Gottesdienst zum Gedenken an verstorbene Menschen

am Freitag, 12. November 2010 um 19.00 Uhr
in der Kirche St. Maria in Göppingen

Für alle, die um einen Menschen trauern ....
"Ich spüre noch immer Deine Hand..."
Wir laden Sie sehr herzlich ein zu einem liturgisch-besinnlichen Abendgottesdienst mit Bildern, meditativer Musik und Texten

Ausführende: 1. Vorsitzender Pfarrer Michael Kröner
                     und Teammitarbeiter der Hospizbewegung
                     Musik: Thomas Gindele



Göppinger Hospiztage 2010 - "Wohin mit meinen Tränen"

Mit dem Titel "Wohin mit meinen Tränen" planen wir mit unseren Kooperationspartnern "Hospiz im Landkreis Göppingen e.V"., "Ev. Erwachsenenbildung Göppingen" und "Kath. Erwachsenenbildung im Landkreis Göppingen" eine Veranstaltungsreihe, welche sich mit den Veränderungen in den Bestattungsriten, in den Kulturen und in den Zeiten beschäftigt.

Die aktuellen Trends der letzten Jahre bei den Traditionen und Veränderungen in den Bestattungskulturen in unserer Gesellschaft sind das Thema unserer diesjährigen Hospiztage. Wir wollen auch über den Tellerrand unserer christlichen Kultur schauen und die jüdische und die muslimische Bestattungskultur wahrnehmen.

Die Veranstaltungen finden vom 15. April - 29. April 2010 statt.

Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Wir bitten um Spenden für die Hospizarbeit!



Jüdische Bestattungsriten und -kulturen

15. April 2010, 17.00 Uhr
Treffpunkt: Jüdischer Friedhof Jebenhausen

Führung auf dem Jüdischen Friedhof Jebenhausen
mit Pfarrer Kuppler mit anschl. Impuls, Bildern und Gespräch im Evang. Waldeckgemeindehaus



Muslimische Bestattungskultur: Traditionen und Veränderungen

22. April 2010, 19.30 Uhr
Ort:
Oberhofengemeindehaus Göppingen

Hansgeorg Roth, Stuttgart / Islambeauftragter der Ev. Landeskirche



Führung über den Göppinger Friedhof mit anschließendem Gespräch

23. April 2010, 14.00 Uhr
Treffpunkt:
Haupteingang Göppinger Friedhof

mit Herrn Spengler, Leiter der Göppinger Friedhofsverwaltung



"Nicht allein gelassen" -Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen

24. April 2010, 11.00 Uhr
Ort:
Altes Neckarwerk in Göppingen
im Rahmen des Odeon - Frauenfrühstücks

mit Petra Csiky Einsatzleiterin / Koordinatorin des Fördervereins Hospizbewegung Kreis Göppingen – Ambulante Dienste für Erwachsene e.V.



"Stiller Abschied" oder noch ein Event ...

26. April 2010, 19.00 Uhr
Ort:
Gemeindesaal St. Maria, Ziegelstr. in Göppingen 

Veränderungen in den Bestattungskulturen oder - "kann jeder machen was er will..."
Einstiegsimpuls und Podiumsdiskussion



Abschluss- und Benefizkonzert der Hospiztage

29. April 2010, 19.30 Uhr
Ort:
Evang. Stiftskirche Faurndau

Klezmer-Musik von und mit dem Gitarristen und Sänger Thomas Friz aus Hohenstaufen



Göppinger Hospiztage 2009

„Über den Horizont hinaus“ – die Göppinger Hospiztage wollen Anstöße geben, sich den Grenzen des Lebens zu stellen. Und darüber hinaus auszuhalten, zu hoffen und zu kämpfen.

Über den Horizont hinaus – sich der Trauer stellen, sie annehmen und ins Leben integrieren können. Über den Horizont hinaus – eigenes und fremdes Leid spüren und achten, ohne darunter zu zerbrechen. Über den Horizont hinaus – vertrauen dass die eigenen Kräfte und Möglichkeiten sich entfalten, auch in ohnmächtiger Zeit. Über den Horizont hinaus – sich das Vertrauen schenken lassen, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern dass im Horizont Gottes aus dem Tod einst neues Leben wird.

Über den Horizont hinaus – denn Trauer und Sterben führen nicht ins Nicht, sondern durch das Dunkel hindurch.

Wir freuen uns, Ihnen bei den Göppinger Hospiztagen 2009 zu begegnen!

Bertram Veeser, Vorstand des Fördervereins Hospizbewegung Göppingen, e.V.



Eröffnungsgottesdienst der Göppinger Hospiztage

Eröffnungsgottesdienst der Göppinger Hospiztage mit Dekan Rolf Ulmer und KMD Kantor Klaus Rothaupt

  • Sonntag 8.3. 9.30 Uhr
  • Oberhofenkirche Göppingen


Göppinger Hospiztage - „Tod und Trauer in Kinderbüchern“

„Es ist bestimmt ganz schön im Himmel, oder? Das ist wie Ferien am Strand und ganz viel Zitroneneis. Also so ungefähr.“ (Katja Henkel aus „Der Himmel soll warten“). Immer wieder wird behauptet, Kinder seien zu jung für das Thema Tod. Doch Kinder haben ihre eigenen Vorstellungen von Begriffen „Leben“ und „Tod“. Um sie zu verstehen, müssen sich Erwachsene selbst intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Auch in Kinderbüchern wird Trauer und Tod sehr unterschiedlich dargestellt. An diesem Nachmittag werden eine ausgewählte Reihe von empfehlenswerten Bilder-, Kinder- und Jugendbüchern zum Thema vorgestellt.

  • Referentin: Simone Walch, Dipl.-Bibliothekarin der Stadtbibliothek Göppingen
  • Termin: Freitag, 20.3.2009, 15 Uhr
  • Ort: Göppingen, Stadtbibliothek
  • Kosten: Eintritt frei


Hospiztage Göppingen - „Was von uns bleibt…“ - über die Unsterblichkeit der Seele

Philosophisches Café mit Denkspaziergang und Gaumenschmaus: „Was von uns bleibt…“ - über die Unsterblichkeit der Seele

Ist mit dem Tod wirklich alles aus? Immerhin 52% der Deutschen, so eine vom SPIEGEL in Auftrag gegebene Umfrage, mögen sich nicht damit abfinden, dass mit dem Tod des Menschen „alles aus“ sein soll, und glauben an die Unsterblichkeit der Seele. Der Gedanke, dass die Seele oder eine unzerstörbare geistige Substanz den Körper überdauert, ist jahrtausende alt und verbindet Menschen verschiedenster Kulturen. Vom ewigen Leben sprechen alle großen Religionen – Christentum, Islam, Judentum und Buddhismus – wenngleich sie den Begriff unterschiedlich füllen. Mathias Schreiber nimmt mit auf eine anregende Reise durch die vergangenen und gegenwärtigen Vorstellungen der Menschen von der Weiterexistenz im Jenseits, von Seelenwanderung und Auferstehung. Die modernen Naturwissenschaften, vor allem die Hirnforschung, tun solche Ideen als Hirngespinste ab, aber gerade in den letzten Jahren ist deutlich geworden, dass die Erkenntnisse der Naturwissenschaften die Beschäftigung mit alten Orientierungsfragen, mit Religion, Metaphysik und Philosophie nicht überflüssig gemacht haben.

  • Referent: Mathias Schreiber, geboren 1943 in Berlin, ist Leiter des Kulturressorts beim SPIEGEL.
  • Termin: Samstag, 21. März 2009, 14-16.30 Uhr
  • Ort: Göppingen, Pavillon der evang. Stadtkirche
  • Kosten: 9 Euro (ermäßigt: 7 €) inkl. Kaffee, Kuchen und Getränke.


Göppinger Hospiztage - „Wenn uns die Antworten ausgehen…“

„Wenn uns die Antworten ausgehen…“ - Gesprächsabend für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Pflege, ambulanten und sozialen Diensten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen „Pflege“ und „Soziale Dienste“ sind jeden Tag hohen Belastungen ausgesetzt. Einfühlsam sollen sie sein, fähig Nähe herzustellen und einen guten Kontakt zu Patienten und Angehörigen aufzubauen, sie sollen offene Ohren haben und behutsame Hände und Worte mitbringen.

Was aber, wenn sie Schicksalen begegnen und Menschen gegenüber sind, denen gegenüber die Antworten schlichtweg ausgehen? Was kann man noch sagen, wenn Menschen unerträglich leiden müssen? Was fällt einem noch ein, wenn junge Menschen sterben müssen? Der Gesprächsabend möchte dazu anregen, über diese Grenzerfahrungen ins Gespräch kommen. Und der Abend soll dazu dienen, darüber nachdenken, wie man mit diesen Grenzen umgehen – und wie über diese Grenzen hinaus wieder ins Weite gefunden werden kann.

  • Referent: Michael Kröner, Ev. Klinikseelsorger der Klinik am Eichert in Göppingen.
  • Termin: Montag 23.3.09 um 19.30 Uhr im
  • Ort: Pavillon neben der ev. Stadtkirche Göppingen
  • Kosten: Eintritt frei


Göppinger Hospiztage - „Bilder, die bleiben“ – Film und Gespräch in der Stadtkirche

„Bilder, die bleiben“ – Film und Gespräch in der Stadtkirche

Ein mutiger und ein außergewöhnlicher Film über das Sterben einer Frau. Gesine Meerwein war 45 Jahre alt, als sie die Diagnose „schnell wachsende Metastasen“ bekam. Sie ließ sich auf ein außergewöhnliches Projekt ein: Zwei befreundete Filmemacherinnen filmten ihren Prozess der Krankheit, des Zerfalls, der Schmerzen, aber auch den Kämpfens und Hoffens - des Lebens bis zuletzt. Der Film begleitet die Protagonistin die letzten drei Monate ihres Lebens – und setzt ein beeindruckendes Plädoyer für die Würde des Lebens.

Die Regisseurin Gisela Tuchtenhagen (Freiburg) wird vor Ort sein und sich nach dem Film (Dauer ca. 50 Min.) dem Gespräch in der Stadtkirche stellen.

  • Termin: Freitag 27.3. 19.30 Uhr
  • Ort: Stadtkirche Göppingen
  • Kosten: 3 Euro


Göppinger Hospiztage - „Krebs betrifft immer die ganze Familie…“

„Krebs betrifft immer die ganze Familie…“

Eine Krebserkrankung ist nicht nur für die direkt Betroffenen eine große Herausforderung, sondern auch für Ihre Familien. Der gesamte Lebensalltag verändert sich dadurch schlagartig, insbesondere auch für die Kinder. Wie gehen Kinder damit um, wenn Ihre Eltern oder Ihre Geschwister krebskrank werden? Welche Strategien haben sie, diese bedrohliche Situation zu verarbeiten? Wie können wir sie hilfreich begleiten?

  • Referentin: Dr. Iris Schüle, Dipl.-Psychologin beim psychoonkologischen Dienst, Klinik am Eichert
  • Termin: Donnerstag, 2.4.2009, 19.30 Uhr
  • Ort: Göppingen, Pavillon der evang. Stadtkirche
  • Kosten: 5 Euro (ermäßigt: 3 €)


"Jeder Mensch hinterlässt seine Spuren"

Gedenkgottesdienst für trauernde Angehörige
am Freitag 14.11.2008 um 19.00 Uhr in der Ev. Ulrichskirche in Süssen.

Predigt und Liturgie: Joachim Beck  (Direktor der Ev. Akademie Bad Boll)
Musik: Gerald Buss (Kantor der Ev. Reuschgemeinde, Göppingen)

Gottesdienstteam aus Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeitern.


"Alles ist nur Übergang" - Lyrik und Prosa über Sterben und Tod

An Allerheiligen 1.11.2008 um 11.00 Uhr in der Stadtbibliothek Göppingen:
Lesung mit Ida Ott und Andreas Vogt (Theater Lindenhof).
Musikalische Umrahmung von Wolfram Karrer (Akkordeon).
(zu Wort kommen: William Shakespeare, Friedrich Hölderlin, Heinrich Heine, Wilhelm Busch, Mascha Kaléko, Ingeborg Bachmann und andere)
Eintritt 5,- €

Veranstaltet von der Stadtbibliothek in Kooperation mit

  • Förderverein Hospizverein Göppingen e.V.
  • Katholisches Bildungswerk
  • Evangelische Erwachsenenbildung
  • Haus der Familie
  • der Volkshochschule Göppingen.


Dem Leben zuliebe – Göppinger Hospiztage ein voller Erfolg

Mit einem grandiosen Theaterstück gingen die Göppinger Hospiztage am Freitag der vergangenen Woche zu Ende. Das Ensemble „Familie Flöz“ bot mit seinem Stück „Infinita“  die hohe Kunst des Theaters,  Menschen zu berühren - zum Lachen und Weinen, zum Klatschen und Nachdenken, zum Staunen und Jubeln. Das Maskentheater überzeugte mit der eindringlichen Botschaft, dass Leben vom Laufstall des Kleinkindes bis ins Pflegeheim echt und lebenswert ist. Es ging um die ganze Palette des Lebens: Aufstehen üben, Schritte ausprobieren, laufen lernen, sich auseinandersetzen, lieben und streiten, alt werden, loslassen, kämpfen, sich erinnern, sich sehnen, sterben – und auferstehen. Mit Witz, Ironie und Sensibilität, mit Sinn für Slapstick und unverkrampfte Spiritualität, schlicht mit Liebe zum Leben gelang ein wunderbares Stück und ein unvergesslicher Abend. Für den Förderverein Hospizbewegung Kreis Göppingen – Ambulante Dienste für Erwachsene e.V. war die Zusammenarbeit mit Odeon und dem Kulturreferat der Stadt Göppingen ein wahrer Glücksgriff. Ein Lob auf den Mut von Odeonchef Ege, das Projekt zu realisieren und den Hospizverein mit ins Boot zu nehmen.

Dem Leben zuliebe – so begannen die Hospiztage am 1.April mit der Podiumsdiskussion unter dem Thema „Gesellschaftlicher Wandelt und die Würde am Ende des Lebens im Jahr 2020“. Der Fachvortrag von Ivar Cornelius, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, zeigte auf, dass jetzt schon der Bevölkerungsanteil der über sechzig Jährigen zahlenmäßig dem Bevölkerungsanteil dem der unter 20 Jährigen entspricht. Bis ins Jahr 2020 und 2030 wird dieser Anteil den der Jüngeren noch weit übersteigen. Das hat Folgen für den einzelnen, für die Familien, für die Jungen, die die alte Generation versorgen müssen. Das hat Folgen auch für die Pflege, die medizinische Versorgung und die Hospizarbeit. Die Podiumsgäste nahmen den Spielball auf. Sozialdezernent Hans-Peter Gramlich aus Göppingen wies darauf in, dass der Landkreis im Blick auf die Pflegesituation sehr gut aufgestellt sei. Akademiedirektor Joachim Beck aus Bad Boll wies dagegen darauf hin, dass längst nicht alles so schön sei, wie es dargestellt. Er vertrat vehement die Ansicht, dass auch der alternde Mensch ein Recht habe, sich seine Lebensform im Alter wählen zu können. Würde sei die Fähigkeit sich entscheiden zu können. Daran knüpfte Dr. Milius, Göppingen, an. Er forderte, dass das Netz an Palliativmedizin und Hospizarbeit gestärkt werden müsse, um die Würde am Ende des Lebens achtsam zu gestalten. In der Ausbildung der Ärzte fehle bislang Palliativmedizin als Standardwissen. Wie er forderte auch Petra Csiky, dass ein stationäres Hospiz in Göppingen dringend nötig sei. Petra Csiky vom Förderverein legte darüber hinaus Wert auf die Aussage, dass die Beachtung der Würde des Menschen in Zusammenhang mit Selbstbestimmung und vorhandenen Wahlmöglichkeiten stehe, und der Wunsch auf Selbstbestimmung am Ende des Lebens auch mangels Wahlmöglichkeiten umgangen werde.  Ein Teilnehmer unter den Zuschauern erzählte von seiner Mutter, die im Sterben liege, und für die er mangels Göppinger Hospiz bereits einen Hospizplatz in Stuttgart gesucht habe. Als Fazit ließ sich ziehen, dass im Jahr 2020 bzw. 2030 palliative Versorgung und Hospizangebote mehr denn je gefragt sein werden – und die Würde des alternden bzw. sterbenden Menschen in einer deutlich älteren Gesellschaft an Profil gewinnen muss.

Trauerbegleitung ist eines der Angebote des Fördervereins. Im Haus der Familie fanden sich am Freitag 4.4. zum Thema „Trauern Männer anders“ 16 Frauen und Männer ein, um sehr persönlich ihre Trauererfahrungen oder die ihrer Lebenspartner zu erzählen und zu reflektieren. Dabei plädierte ein Arzt unter den Gesprächsteilnehmern dafür, Männer ihre Form der Trauer finden zu lassen: Gespräche seien für Männer nicht immer gleich die ideale Möglichkeit, Trauer zu verarbeiten. Sie würden sich zunächst entweder in Arbeit stürzen oder die Bewegung im Sport suchen. Der Referent Wilfried Müller aus Reutlingen führte sensibel und klug durch das Gespräch. Er unterstrich, dass Männer beim Trauern ihr eigenes Timing hätten, und mehr Zeit als Frauen brauchen, um sich in der Tiefenschicht ihrer Seele der Trauer zu stellen.  Dr. Andreas Kadel, der als Vertreter des Gesundheitsamtes den Abend mit veranstaltet hatte, lud zu einem Folgeabend im Haus der Familie ein.

Zum „Philosophischen Café: Der Tod als Ansporn im Leben – ein Denkspaziergang mit Kopf- und Gaumenschmaus“  im Pavillon der Stadtkirche fanden 60 Besucher den Weg.

Der Referent des Nachmittags Thomas Oser, Philosoph und Schauspieler forderte die Teilnehmer zu differenziertem Nachdenken heraus. Verschiedene Texte zum Thema Tod und Lebensinhalt wurden betrachtet und mit eigenen Erfahrungen verglichen. Thomas Oser gab Impulse zur Betrachtungsweise der Philosophie, welche nach Erkenntnis und Wahrheit strebe auf der Suche nach dem Sinn des Seins. Bei Gebäck und Kaffee setzte sich die Diskussion fort über den der Veranstaltung den Namen gebenden Text von Sören Kierkegaard: „Dem Gedanken des Todes rückwirkende Kraft geben, ihn zu einem Ansporn im Leben zu machen ...“. Die Frage nach dem Tod wird damit zum Schlüssel, zur Tür des Lebens!

Blues als Schmerz, aber auch als Lebensbewältigung und pure Lebensfreude – das zu erleben, dazu lud der Konzertabend am 8.4. mit dem Kölner Künstler Richard Bargel ein. Ungewohnte Klänge in der Stadtkirche – und starke Texte von Bargel, der in Gedichten und Aphorismen seine eigene Suchterfahrung reflektierte. Mal witzig, mal nachdenklich, mal versöhnlich, mal provozierend. Eine Mischung aus Lesung und Konzertereignis, dazu viele Bluessongs, meist aus eigener Feder. Dargeboten von einem begnadeten Sänger und Picker auf der Akustik- und Dobrogitarre. Sucht entsteht, so einer seiner Texte, im Verborgenen, man merke die Grenzüberschreitung nicht, sie vollziehe sich wie von selbst, und wie ein Schock sei das unfassbare Eingeständnis: Ich bin süchtig. Der Weg aus der Sucht ist dann das Eingeständnis, seine Sucht zu sehen. „Dreißig Jahre Krieg“ - so brachte Bargel seine Sucht auf den Punkt. Ehrlich und ungezwungen, rau und herzlich, sehr persönlich – so kam Bargel bei den Besuchern begeisternd an. Blues ist Lebensbewältigung – und im Grunde genommen geht es in der Hospizarbeit, der Sterbe- und Trauerbegleitung und der Suchtberatung um nichts anderes: Leben zu achten, und dem Leben zuliebe mit einander aushalten und durchhalten helfen. Ein großer Gewinn war die Kooperation mit der Suchtberatung  des Diakonischen Werkes, das als Mitveranstalter fungierte. Überhaupt waren die Kooperationen das große Plus der ganzen Reihe. Die Bildungswerke, das Haus der Familie, die Stadt, der Kulturverein „Odeon e.V.“ und der Verein „Hospiz im Landkreit Göppingen e.V.“ bildeten somit ein Netzwerk, um den Hospizgedanken zu unterstützen.

Am End des Stücks „Infinita“ traten die Künstler als Verstorbenene weiß und leger gekleidet als durchaus fidele Auferstandene wieder auf und legten mit ihren Krücken und Stöcken einen zunächst tastenden und dann fröhlich wirbelnden Steptanz über die Bühne. Das Leben ging weiter!

Die Hospiztage sind zu Ende – aber die konkrete Arbeit geht weiter. Die Begleitung Sterbender im Einzelnen, und die Aufgabe ein stationäres Hospiz zu errichten. Der Würde des Menschen ist weiter zu dienen – dem Leben zuliebe.

Markus Stambke.



Göppinger Hospiztage 2008

Göppinger Hospiztage vom 1. bis 29. April 2008

Dem Leben zuliebe

Veranstalter:

Förderverein Hospizbewegung Kreis Göppingen – Ambulante Dienste für Erwachsene e.V.

Einsatzleitung: Petra Csiky, Jurastr. 1 73087 Bad Boll, Tel. 07164 - 13 05 13

1.Vorsitzender: Markus Stambke, Ziegelstr.2/1, 73033 Göppingen, Tel. 07161 - 7 51 37

www.hospizbewegung-goeppingen.de

Hospiz im Landkeis Göppingen e.V.

Schillerplatz 8/1,
73033 Göppingen

Dr. Gerhard Müller-Schwefe Tel. 07161 - 97 64 78

www.hospiz-goeppingen.de

Evangelische Erwachsenenbildung Göppingen

Pfarrstr. 45,
73033 Göppingen

Thomas Meyer-Weithofer Tel. 07161 - 9 63 67 12

www.ev-kirche-goeppingen.de

Katholisches Bildungswerk

Ziegelstr. 14
73033 Göppingen
Tel. 07161 - 9 63 36 20

www.bildungswerk-goeppingen.de



Gesellschaftlicher Wandel und die Würde am Ende des Lebens 2020

Di, 1. April 08 18.30 Uhr
Stadtkirche Göppingen

Gesprächspartner auf dem Podium:

  • Hans Peter Gramlich, Leiter des Kreissozialamtes Göppingen;
  • Waltraud Foißner, Leiterin der IAV-Stelle Wilhelmshilfe Göppingen e.V.;
  • Dr. Joachim Beck, Direktor der Evangelischen Akademie Bad Boll;
  • Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Vorsitzender “Hospiz im Landkreis Göppingen e.V.”;
  • Petra Csiky, Einsatzleiterin “Förderverein Hospizbewegung Kreis Göppingen – Ambulante Dienste für Erwachsene e.V.”;
  • Moderation: Thomas Meyer-Weithofer, Bildungsreferent

Eintritt frei. Um Spenden für die Hospizarbeit wird gebeten.



Männer können trauern - Männer trauern anders

Fr, 4. April 08 19.30 - 21.30 Uhr
Haus der Familie Göppingen, Mörikestraße 17

Vortrag und Gespräch - nicht nur für Männer! Mit Winnibald Müller, Trauerbegleiter

Männer wollen immer alles im Griff haben. Männer trauern nicht. Männer weinen höchstens heimlich. Männer fliehen vor der Trauer. So und ähnlich werden trauernde Männer beschrieben.

Klischee oder Realität? Wie trauern Männer wirklich? Der Trauerbegleiter Winnibald Müller stellt dar, wie Trauer sich bei Männern auswirkt. Darüber hinaus ist Raum und Zeit für Fragen und zum Weiterdenken.

Nähere Infos und Anmeldung über das Haus der Familie Göppingen, Tel. 07161 - 9 60 51 10

Unkosten: 8 Euro (Paar 12 Euro)

Diese Veranstaltung ist ein Angebot in Kooperation mit dem Haus der Familie



Der Tod als Ansporn im Leben - Philosophisches Café

Sa, 5. April 08 14.00 - 16.30 Uhr
Pavillon neben der Stadtkirche Göppingen

Ein Denkspaziergang mit Kopf- und Gaumenschmaus Mit Thomas Oser, Philosoph und Schauspieler

Manchen ist das wahre Leben nichts anderes als das Einüben ins Sterben. Andere glauben, dass erst durch die Vorwegnahme des eigenen Todes das Leben seine wahre Intensität gewinnt. Doch immer ist der Tod der größte Lehrmeister des Lebens. Dieses zu bedenken, dass er zu einem Ansporn im Leben wird, ist das Ziel dieses philosophischen Cafés. Einsichten aus Poesie und Philosophie, von Dichtern und Denkern helfen dem eigenen Denken auf die Sprünge.

Unkosten: 7 Euro (inkl. Kaffee, Kuchen, Getränke)

Diese Veranstaltung ist ein Angebot in Kooperation mit dem Haus der Familie



Der Werwolf sitzt im Kreidekreis, singt leise blaue Lieder

Di, 8. April 08 20.00 Uhr
Stadtkirche Göppingen

Suchtvolle Texte und Gedichte von Richard Bargel (Köln) aus seinem gleichnamigem Buch (erschienen im Schardt Verlag, Oldenburg) mit Blueseinlagen aus Bargels 35 Jahre altem Songbook, gespielt auf akustischer und Dobrogitarre. Mit Witz, Ironie, Humor, aber auch tragischen Bekenntnissen, rückt Richard Bargel dem Thema “Sucht” auf den Leib, reflektiert in kurzweiliger Art selbstkritisch über die eigene (Trunk-) Sucht und gar nicht schulmeister- haft über die Sucht der anderen. Ihm gelingt auf hohem literarischen Niveau, was nur wenige Lyriker können: die Zuhörer für ein Tabu-Thema sensibel zu machen - und dies mit Texten und Gedichten, die pures Vergnügen bereiten.

Eintritt frei. Um Spenden für die Hospizarbeit wird gebeten.

Eine Veranstaltung gemeinsam mit der Suchtberatung des Diakonischen Werkes Göppingen



„Infinita“ eine Theateraufführung des Ensembles „Familie Flöz“ aus Stuttgart

Fr, 18. April 08 20.00 Uhr
Stadthalle Göppingen

„Infinita“ ist ein Stück über die ersten und letzten, die kleinen und großen Momente im Endspiel um Leben und Tod. Ein Theaterstück mit vier Maskenspielern, raffinierten Schattenspielen und Musik. „Infinita“ ist ein physisch-psychisches Mosaik des Lebens, ein kurzer Einblick in die Unendlichkeit von Geburt, Sex und Tod und allem was sonst noch komisch ist. Ganz ohne Worte und doch so unendlich ausdrucksstark, so voller Sehnsucht und Lebensfreude. Fantastisches und unglaublich kunstvolles Theater. (The Guardian)

Unkosten: 18 Euro - ermäßigt 15 Euro

Eine Veranstaltung gemeinsam mit „ODEON e.V.“ und dem Kulturreferat der Stadt Göppingen



Sehnsucht, Verluste und neue Horizonte - mit Hanna, Maria und Noomi unterwegs

Termine: am 15., 22. und 29. April 08 jeweils dienstags von 19.30 - 21.30 Uhr.
Blumhardthaus Göppingen
Immanuel-Hohlbauch-Str. 24

Seminar für Frauen an drei Abenden
Mit Beate Schlumberger, Trauerbegleiterin und Klinikseelsorgerin

Unkosten: 19 Euro
Teilnehmerinnen: 8 - 14

Das Angebot ist nicht geeignet für Frauen, die sich in einer aktuellen Trauersituation befinden.

Nähere Infos und Anmeldung bis spätestens 10. April 08: Evangelische Erwachsenenbildung, Göppingen, Tel. 0 71 61 - 9 63 67 12



"Wieviele Zimmer gibts im Himmel"

"Bilder und Vorstellungen vom Jenseits"

Gottesdienst für Trauernde am 16.11.2007 in St. Maria, Göppingen

In der Kirche sind Bilder ausgestellt von Grund- und Hauptschülern zu dem Thema „Was kommt nach dem Tod?“

Download des Gottesdienstes als PDF.



Hospiztage 2007 „Menschsein zwischen Ohnmacht und Machbarkeit“

  

Göppinger Hospiztage 7.3. - 30.3. 2007

Stadtkirche und Oberhofenkirche,  Göppingen

 

Veranstalter:

Hospizbewegung Kreis Göppingen – Ambulante Dienste für Erwachsene e.V.

Hospiz im Landkreis Göppingen e.V.

Ev. Erwachsenenbildung Göppingen

Kath. Bildungswerk Göppingen

 


„Wider die Tyrannei des gelingenden Lebens“ – ein eindrücklicher Vortrag und ein sensibles Plädoyer für das Erbarmen

Etwa 120 Besucher fanden sich am vergangenen Freitagabend ein zum letzten Abend der Göppinger Hospiztage in der ev. Stadtkirche. Gunda Schneider, Professorin der evangelischen-theologischen Fakultät aus Leipzig, bezog mit ihrem provokanten Thema „Wider die Tyrannei des gelingenden Lebens“ Stellung gegen das Menschenbild der modernen Gesellschaft. Leben, so fasste sie ihre Beobachtungen zusammen, scheine in unserer Gesellschaft nur dann Bedeutung und Würde zu haben, wenn es gelinge. Menschen würden nur dann als wertvoll angesehen, wenn sie tatkräftig, leistungsfähig und nützlich seien. Schneider bezog sich konkret auf den Umgang mit schwerstkranken, dementen und austherapierten Menschen. Leben aber, so führte sie an, lasse sich nicht auf seinen Nutzen verrechnen. Tyrannisch sei es, sich selbst oder Angehörige unter solchen Nutzen zu stellen. Schneider führte gegen diese Tyrannei das biblische Menschenbild ins Feld. Diese ist bestimmt davon, dass es als von Gott geschaffenes Leben seinen Wert in sich habe, vorgängig aller Verrechenbarkeit, und über allen Erfolg oder Misserfolg hinaus. Besonders betonte sie den Begriff des Erbarmens. Erbarmen sei bestimmt von Raum, von Zeit und von Beziehung. Wo das zusammenkomme, da könne sich Leben entfalten. Im Blick auf die Hospizarbeit – die Sterbebegleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Hospizdienst – plädierte sie dafür, Sterbenden Raum, Zeit und Beziehung zu schenken. Hospizdienst geschehe in der Hingabe an den Sterbenden und in der Perspektive, dass jeder Mensch mehr sei als das was  erreicht oder selbst verwirklicht habe. Stationäre Hospize wahren die Menschlichkeit, betonte sie. Ausdrücklich wehrte sie sich gegen die Behauptung von Sterbeorganisationen wie „Exit“ oder „Dignitas“, Sterbehilfe sei ein Akt der Barmherzigkeit. Im Gegenteil, unterstrich Schneider, wer Schwerkranke zur Selbsttötung verhelfe, treibe das Spiel der Tyrannei weiter, als wäre ein Mensch nur dann wertvoll, wenn er gesund und Herr seiner Sinne wäre. Schneider führte aus, dass Palliativmedizin und Hospizdienste Sterbenden und Schwerkranken das geben können, was sie brauchen: Wertschätzung, deutliche Linderung der Schmerzen, und eine lebendige Beziehung bis zuletzt. Letztlich, so plädierte die Theologin, sei Sterbenden Hoffnung zu vermitteln, dass Gott die Zukunft sei, in der unsere Zeit einmal ankomme.

In der anschließenden Diskussion zwischen den Zuhörern und der 66jährigen Dozentin entwickelte sich ein lebhafter, sehr persönlicher Dialog über den Begriff des Erbarmens. 

Deutlich wurde, dass Erbarmen nicht als einseitiges Geschehen, als Gefälligkeit oder gar als Gefälle gedacht sei, sondern Angebot, als Öffnung von Raum, Zeit und Beziehung, in der Würde bis zuletzt gelebt werden könne. Gerald Buss, Kantor der Reuschgemeinde, gab mit seinem meditativen Spiel am Piano, dem dichten und nachdenklichen Vortrag einen bewegenden luftigen Rahmen. Die Göppinger Hospiztage, mittlerweile eine feste Institution, fanden einen starken und lebensbejahenden Schlusspunkt.

Markus Stambke



„In Würde leben bis zuletzt“

Mittwoch, 07.03.07 um 19.30 Uhr in der Stadtkirche Göppingen

Konzert mit Klaus Wuckelt, Mandoline

Konzert- und Informationsabend über die Arbeit des Fördervereins Hospizbewegung Kreis Göppingen – Ambulante Dienste für Erwachsene e.V.

mit Petra Csiky, Einsatzleiterin
und MitarbeiterInnen der ambulanten Hospizarbeit und der Trauerbegleitung.

Musik: Klaus Wuckelt, Lyra und Mandoline; Eva Maria Bredl, Harfe



„Meine Trauer wird dich finden“

Sonntag, 18.03.07 um 19.00 Uhr in der Oberhofenkirche Göppingen 

Abendgottesdienst für Ausgeschlafene

Roland Kachler, Psychotherapeut
Andreas Weidle, Pfarrer

Musik: Aurea, Didgeridoo und Gesang



„Organe hin, Organe her....“

Donnerstag, 22.03.07 um 19.30 Uhr in der Stadtkirche Göppingen

Podiumsdiskussion zum Thema Organtransplantation

Dr. Günther Renz, Ev. Akademie Bad Boll, Fachbereich Medizinethik
Dr. Tanja Mutter, Oberärztin, Transplantationsbeauftragte der Klinik am Eichert
Claudia Carl, Juristin der Klinik am Eichert
Moderation: Thomas Meyer-Weithofer,

Bildungsreferent  der  Ev. Erwachsenenbildung Göppingen



„Wider die Tyrannei des gelingenden Lebens“

Freitag, 30.03.07 um 19.30 Uhr in der Stadtkirche Göppingen

Vortrag und Diskussion

Prof. Dr. theol. Gunda Schneider, Leipzig

Musik: Gerald Buss, Kantor



Gedenkgottesdienst für Verstorbene

Am Freitag 10. November 2006 findet um 19.00 Uhr in der ev. Reuschkirche in Göppingen ein Gedenkgottesdienst für Verstorbene statt.

"Durch das Dunkel hindurch scheint der Himmel hell. Durch das Dunkel hindurch scheint der Himmel hell. So hell soll auch die Erde sein, steht auf, steht auf, steht auf, so hell soll auch die Erde sein, steht auf.“
(aus: Neue Lieder, Nr. 30)

Ein Mutmachvers, der gut zu dem Monat November passt.
Ein Mutmachsatz, den man sich immer wieder vorsagen, vorsingen und ins eigene Herz summen möchte.
Ein Mutmachlied insbesondere für Menschen, die in Trauer leben, deren Weg dunkel geworden ist, und dessen Ende noch niemand sehen kann. Trauer auszuhalten, sie anzunehmen und zu gestalten, in der Trauer immer wieder aufzustehen – dazu möchten wir Mut machen.

Der Gottesdienst richtet sich an Menschen, die im vergangenen Jahr durch den Hospizdienst begleitet wurden – und an alle von Trauer und Verlust Betroffenen. Wie immer sind alle Freunde und Mitglieder des Vereins, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und jeder Interessierte sehr herzlich willkommen.

Weitere Informationen bei Pfarrer Markus Stambke, Tel. 07161/75137 oder E-Mail: markus.stambke (at) hospizbewegung-goeppingen.de



 
Letzte Aktualisierung am 13.06.2017 - Erstellt mit Zeta Producer Desktop CMS